2022

Start am 12.11. in Köln

Die Suche nach einem passenden Rennen führte uns diesmal nach Köln. Anchorage hatte ein Engagement für einen Ausgleich III über die Derbydistanz von 2.400 m. Im Sattel saß wieder Jose Silverio, diesmal mußte er 58 kg auswiegen. Unser Pferd ging zu einer hohen Quote an den Ablauf, andere Teilnehmer besaßen deutlich mehr Vorschusslorbeeren. Das Rennen begann aus der Maschine heraus etwas zögerlich, bevor Turandot an der Spitze einen Tempolauf startete, der das Feld deutlich auseinander riß. Anchorage ging zu diesem Zeitpunkt mit am Ende des Feldes. In der Gegenseite gab es einen Zwischenfall, als Airfield angehalten werden mußte. Unser Vierbeiner ging bis in den Schlussbogen hinten und arbeitete sich dann vor. In der Gerade fand er nicht sofort eine Lücke und mußte noch einmal aufgenommen werden. Dann jedoch packte er mit gewohntem Kampfgeist  an und sicherte sich ungefährdet den dritten Platz. 

Da Anchorage nach wie vor gut drauf ist und das Rennen gut weggesteckt hat, wird er voraussichtlich im Dezember noch einmal auf der Sandbahn zum Einsatz kommen. 

Start am 23. 10. auf der Neuen Bult

Nachdem ein geplanter Start am 02. 10. sich wegen eines kleinen Hufproblems leider nicht realisieren ließ, stand schon der letzte Renntag der Saison auf der Neuen Bult an, offenbarte aber kein wirklich passendes Rennen für Anchorage. So entschieden wir uns für den Ausgleich III über die Meile, weil er nicht mit 64 kg im Ausgleich IV antreten sollte. Dass die Distanz nicht wirklich passt, war uns dabei klar. Aber es galt, das Beste daraus zu machen. Entscheidend war, wie Anchorage an der Startmaschine agiert und ob es Sinn ergibt, noch anderswo einen Versuch zu starten.

Die Rückmeldung der Starthelfer lautet insgesamt, dass es schon spürbar besser geworden ist. Auch den Zwischenfall mit dem durch die Box brechenden Pferd hat Anchorage halbwegs manierlich überstanden, auch wenn er in der Startbox blieb, während alle anderen nochmal rausgingen.

Das Rennen war von der Besetzung her durchaus ein harter Prüfstein für unser Pferd. Aber Anchorage hat das gut gelöst und mischte in der Zielgerade gut mit. Am Ende fehlten eben die Meter, um die Konkurrenz noch zu überlaufen. Mit dem fünften Platz ist ihm aber kein Zacken aus der Krone gebrochen, er hat noch ein Platzgeld abbekommen und wieder viel Kampfgeist erkennen lassen. Da er prima aus dem Rennen kam und noch gut in Form ist, schauen wir nach einer weiteren Startmöglichkeit in diesem Jahr.

Zweiter Jahressieg am 21.8. auf der Neuen Bult

Beim Ascot-Renntag wollte Anchorage nicht nur die Zweibeiner im eleganten Outfit glänzen lassen. Auch er wollte wieder einmal gefeiert werden und sorgte mit seinem Sieg für neuerlichen Jubel bei uns.

Das Einrücken ging zwar noch nicht reibungslos vonstatten, aber etwas besser als die letzten Male. Nach dem Start sortierte sich Anchorage mit im Vorderfeld ein und ging meist an vierter Stelle. Große Bewegungen im Feld gab es unterwegs nicht und mit Erreichen der Gerade setzte er außen neben seinem Stall- und Trainingsgefährten Valentino Dancer gut an. Bald gewann er die Oberhand und gab die bis ins Ziel auch nicht mehr ab. Mit einem Konkurrenten direkt neben sich mutiert Anchorage zum verbissenen Kämpfer, er will einfach niemanden vorbeilassen und kämpft bis zum Ende. 

 

Wir sind jedenfalls sehr stolz auf unser Pferd. Er ist - abgesehen von den Faxen an der Startstelle - zu einem sehr beständigen Handicapper geworden und hat seine Marke innerhalb von zwei Monaten um sechs Kilo gesteigert. Das lässt uns optimistisch in die Zukunft schauen. Er ist ja bekanntlich ein spätreifes Pferd und bestätigt derzeit die Annahme, dass er jetzt erst wirklich in seinem besten Leistungsalter ist. Wenn er gesund bleibt, werden wir noch lange viel Spaß und Erfolg mit ihm haben können. Seine Zweibeiner werden jedenfalls alles für das Pferd tun.

 

Anchorage ist gut aus dem Rennen gekommen und wir schauen gerade nach den nächsten Startmöglichkeiten. Eine Option könnte der Herrenkrug in Magdeburg sein.

 

Start am 16. Juli in Bad Harzburg

Anchorage wirkte fit und frisch. Angesichts dessen haben wir einen Blick auf die Wetterkarte geworfen und gesehen, dass das erste Wochenende von den Temperaturen her sicher geeigneter wäre. Auch hat er im Rennen am ersten Wochenende weniger Gewicht zu tragen. Dazu kam die Möglichkeit, einen Tag früher anzureisen, damit unser Pferd die Bahn vorher kennenlernen kann. Von der Schwere der Aufgabe her haben sich die beiden möglichen Rennen nichts genommen.

Anchorage ist also gemeinsam mit Victorio am Freitagvormittag nach Harzburg gestartet und hat dort dann noch eine entspannte Runde um die Bahn gedreht. Anschließend hat er erstmals auswärts übernachtet. Die Erfahrung dabei zeigt aber, dass er wohl kein wirkliches Reisepferd ist, er präsentierte sich sehr unterschiedlich. 

 

Am Samstag präsentierte er sich im Führring ruhig, an der Maschine folgte aber das mittlerweile leider gewohnte Theater. Von vorne rückwärts einparken klappte diesmal nicht, dafür aber beim wirklich allerletzten Versuch das reguläre Einrücken mit Kapuze. Das Pferd stand wieder haarscharf vor einem Startverweis und wäre es nicht das Superhandicap gewesen, wären wir wohl aus dem Rennen geflogen.

Beim Start kam er dann nicht gut auf die Beine, die Taktik war damit geplatzt. Gavin Ashton mußte praktisch aus der Maschine heraus reiten, Anchorage ging buchstäblich keinen Meter von selbst. Richtigerweise beließ es Gavin dann auch so und Anchorage lief hinten mit, um schließlich uninspiriert auf dem 14. und damit vorletzten Platz zu landen.

Nach Auskunft des Reiters kam unser Pferd mit dem Boden überhaupt nicht klar. Der war zwar formal gut, aber die elastische Schicht bestand nur aus zwei bis drei Zentimetern, darunter war es bretthart. Diese Tatsache fiel sogar schon Anchorages zweibeiniger Begleitung bei einer morgendlichen Joggingrunde auf der Bahn auf. 

 

Außer Spesen also diesmal nichts gewesen, aber wir haben auch einiges gelernt. Auf solchem Boden können wir uns einen Auftritt in Zukunft ersparen und mit dem Kurs wird er auch keine Freundschaft schließen. Für Anchorage ist Bad Harzburg abgehakt.

Das Pferd macht jetzt eine kleine Pause und wird voraussichtlich wieder am 21.8. auf der Neuen Bult antreten.

 

Die Pause werden wir nutzen, um uns noch einmal intensiv um das Thema Startmaschine zu kümmern. Im Training ist es kein Problem, beim Rennen eskaliert er regelmäßig und tritt mittlerweile auch gezielt aus. Der nächste Verweis und dann vermutlich eine Sperre ist leider wahrscheinlich, wenn wir nicht daran arbeiten. Wir holen uns jetzt da auch Unterstützung heran.

Anchorages Problem ist ja nicht Angst vor der Maschine – im Training ist es kein Problem – sondern Vertrauen zu sein. Wie wir da weiter verfahren und beispielsweise beantragen, dass Anchi nicht von der Startmannschaft, sondern von jemand anderem reingeführt wird, werden wir dann sehen. 

 

Größere Fahrten machen jedenfalls derzeit keinen Sinn, wenn nicht sicher ist, dass das Pferd auch am Rennen teilnehmen kann.

 

Start am 8. Juli in Hannover

Anchorage wird so langsam ein Spezialist für das "rückwärts einparken". Nein, unser Pferd hat keinen Führerschein gemacht (soweit wir wissen), es ist nur die Methode, mit der er in die Startmaschine einrückt. Jedenfalls, nachdem er endlich drin stand, verwechselte Anchorage die Startbox mit einer Snackbox (klingt ja ziemlich ähnlich, da kann das mal passieren), und senkte den Kopf, um noch ein wenig Proviant für den weiten Weg aus dem Geläuf zu zupfen. Obwohl, bei den derzeitigen Futterpreisen muss man ja fast froh sein, wenn das Pferd mal auswärts essen geht.

Beim Start sprang er dann wie immer prima ab und ging gleich mit in der Spitzengruppe, die er dann auch anführte, als die spätere Siegerin Mondchen ihren erfolgreichen Ausreißversuch startete und mit einigen Längen vor dem Feld ging. Anchorage kam als Zweiter in die Zielgerade und leistete lange Widerstand gegen Tarkhan, der aber am Ende doch noch vorbei kam. Als Dritter hat sich unser Pferd aber in der höheren Klasse ansprechend gehalten und seine neue GA-Marke vollauf bestätigt. Das war wieder einmal ein schöne Vorstellung von Anchorage, mit der wir natürlich absolut zufrieden sein können. Vor ihm waren nur zwei Dreijährige, die man wahrscheinlich bald auf ganz anderem Level wiedersehen wird. Für Anchorage geht es höchstwahrscheinlich in Bad Harzburg weiter.

Start am 19. Juni in Hannover

Die Form war da, in die Startmaschine rückte er auch ein und der Rennverlauf erwies sich als störungsfrei: Als sich das Feld der Zielgerade näherte, wurde das Kribbeln im Bauch immer stärker. Das könnte doch heute gehen!

Das ganze Rennen mit im Spitzentrio präsent, kamen Anchorage und Leon Wolff noch händevoll in die Gerade, fanden innen den kürzesten Weg. Und dann zog Anchorage los, wurde immer zwingender. Die Attacke des Totofavoriten Lips Soldier brachte diesen aber nur noch auf drei Längen an unser Pferd heran, der unangefochten als Erster über die Linie kam und damit seinen zweiten Lebenserfolg unter Dach und Fach brachte.

Start am 6. Juni in Hannover

Nach dem Startverweis beim letzten Versuch lautete die wichtigste Frage: Geht er rein? Er ging, aber natürlich nicht ohne Theater. Aber drin ist drin und diesmal lief Anchorage mit. Das Tempo war anfangs etwas flau, Anchorage wurde von Leon Wolff immer mit im Vordertreffen gehalten. In der Gegenseite drückte er dann auch etwas mehr aufs Gas. Unser Pferd kam in guter Haltung in die Gerade und zog sehr gut durch. Er steckt nicht auf und möchte wirklich keinen Konkurrenten vorbei lassen. Von daher war es etwas schade, dass der spätere Sieger weit an der Außenseite kam. Wäre er näher an Anchorage gewesen, hätte der wohl noch einmal reagiert.

Aber mit dieser Platzierung sind wir natürlich hochzufrieden. Unser Pferd ist in Form und ein echter Kämpfer, mehr kann man von einem Rennpferd nicht verlangen. Die weitere Strecke kann er locker – genau wie das der Trainer schon seit langem sagt. Weiter geht es in vierzehn Tagen noch einmal in Hannover, dann sehen wir mal, wo es passende Rennen für Anchorage gibt.

Start am 20. Mai in Hannover

 Wie jetzt? Arbeiten? Um die Zeit?! Eh, es gibt doch jetzt Abendbrot, mein Bier ist gerade schön kühl, der Krimi hat schon angefangen und die Jungs warten auf die Skatrunde! Ohne mich! Tschüss.
So oder ähnliche mögen Anchorages Gedanken am Freitagabend gewesen sein. Ob es der Tageszeit geschuldet war, wissen wir nicht. Jedenfalls weigerte er sich beharrlich, die Startbox zu betreten und wurde schließlich vom Rennen ausgeschlossen. Für uns war das natürlich eine große Enttäuschung. Jedenfalls hat Anchorage jetzt ein paar Stunden "Nachsitzen" an der Startmaschine gewonnen, allein deshalb, damit er nicht die Erfahrung, damit durchgekommen zu sein, verinnerlicht. Beim nächsten Start wird an der Startstelle entsprechend vorgesorgt werden.

2021

Start am 12. Dezember - Dortmund

Ein tolles Rennen lieferte Anchorage in Dortmund. Belohnt wurde diese Leistung mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld von 800 Euro. Vom Start weg in vorderer Linie und außen galoppierend – also genau nach Plan – konnte er sich am Ende mit neun Längen vom Rest des Feldes freimachen. Der Sieger Valle Darsim war von Anfang an vorne und am Ende mit 25 Längen hochüberlegen – das war auch für Anchorage nicht machbar. 

Unser Pferd wird jetzt eine kleine Winterpause einlegen, um dann im nächsten Jahr bei den ersten Grasbahnrenntagen wieder mit frischen Kräften angreifen zu können.

Bilder folgen in Kürze.

Start am 13. November - Bremen

Ja, Bremen ist wieder da! Auch Anchorage wußte dem Anlass mit einem hervorragenden Laufen und einem schönen dritten Platz gerecht zu werden. Nach einem guten Abspringen (auch das Einrücken ging halbwegs zivilisiert vonstatten) hielt er sich immer im Mittelfeld auf. Auf dieser Distanz kann er das Tempo gut mitgehen und in Ruhe auf die Beine kommen. Nachdem er in der Zielgerade eine Lücke gefunden hatte, kam er unter Erlaubnisreiter Gavin Ashton gut ins Rollen und bot vor allem auf den letzten Metern eine bärenstarke Leistung. Der Zielpfosten kam leider einige Meter zu früh. Da Anchi unverändert gut auf dem Posten zu sein scheint, schauen wir mal, ob sich eine passende Startmöglichkeit finden läßt.

Start am 24. Oktober - Hannover

Wir waren zuversichtlich, auch über den weiteren Weg. Anchorage war (für königliche Verhältnisse :-) gut drauf und auch seine neueste Idee, den Führring mit etwas Proviant für den Weg zum Start zu verlassen, versuchte er wieder umzusetzen. Diesmal hat es aber mit dem Biss in die Proviant(h)ecke beim Aufsitzen nicht ganz geklappt. Der Start klappte prima, obwohl er lange in der Startbox warten musste und dort schon wieder nach anderweitiger Unterhaltung suchte. (Ich persönlich warte wirklich auf den Tag, an dem er in der Box den Kopf senkt und noch ein paar Bissen Gras rupft. Wundern würde ich mich darüber jedenfalls nicht.)

Im Rennen hielt er sich gut, kam auch mit Schwung in die Gerade, aber nach Auskunft seines Reiters dann auf dem wirklich sehr losen Boden ins Rutschen. Damit war der Schwung weg und auch sofort der Weg nach vorn versperrt. Er kämpfte weiter, aber durchschlagend vermochte er nicht mehr anzuziehen, auch war auf diesem Untergrund der Weg dann wohl einfach etwas zu weit. Die Quintessenz aus diesem Rennen ist für uns die Erkenntnis, dass 2000 oder 2050 m wohl ideal sind und Anchorage zwar elastischen und weichen Boden mag, aber mit derartig losem Grund nichts anfangen kann. Er ist nach wie vor gut drauf. Wir schauen mal, ob wir noch ein passendes Rennen für ihn finden.

Start am 10. Oktober - Hannover

Ein vierter Platz war die Ausbeute am Oktoberfestrenntag auf der Neuen Bult. Anfangs mochte Anchorage das flotte Tempo nicht so mitgehen, im Schlussbogen mußte Maxim schon etwas reiten. Aber sein Kämpferherz hat unser Pferd dann nach einem kleinen Lufholer noch einmal Anlauf nehmen lassen und die ganze Gerade herunter kämpfen lassen. Die ersten beiden konnte er zwar nicht mehr erreichen, aber er lieferte wiederum eine starke Leistung ab. 1750 m und 63 Kilo auf dem Rücken waren auch keine so einfache Aufgabe für ihn. Die Strecke könnte allein deshalb einen Tick zu kurz sein, weil Anchorage ein schnelles Anfangstempo nicht mitgehen mag. Er muss in Ruhe auf die Beine kommen und das klappt über längere Distanzen besser. An Einsatz- und Kampfeswillen mangelt es ihm nicht. Der nächste Versuch wird mit moderatem Gewicht über voraussichtlich 2200 m starten.

11. September 2021 - Magdeburg

Das war wieder eine schöne Leistung, die Anchorage in Magdeburg geboten hat. Wieder von vorne gehend, war er immer mit dabei und kämpfte bis zum Schluss. Am Ende war es auf dem dritten Platz totes Rennen. Wenn er sich jetzt in den nächsten Tagen entsprechend präsentiert, könnte es gleich auf der Neuen Bult weitergehen.

22. August 2021 - Hannover

2.000 m und erstmals im Ausgleich III unterwegs – wir waren gespannt, was Anchorage damit machen würde. Nach dem Start – er kam super aus der Maschine und war gleich vorn dran – wollte keiner gehen und so machte Ecki Ganbat das Beste draus und machte an der Spitze das ihm genehme Tempo. Von vorn war unser Pferd noch nie gegangen und kleine Bedenken, ob das gut gehen kann, geisterten durchs Hirn, aber als der Jockey noch händevoll in die Gerade steuerte, war klar, da ist noch was im Tank. Auf der Geraden wurde unser Held dann noch von der Favoritin des Rennens überlaufen, zog aber nochmal an und ließ den Drittplatzierten noch eine gute Länge hinter sich.

Mit dieser wirklich famosen Leistung hat Anchorage einiges bewiesen. Es geht ihm wieder prima, die längere Distanz ist überhaupt kein Problem und er kommt auch sehr gut damit zurecht, von vorne zu gehen. Wir schauen jetzt mal, wo er als nächstes antreten kann. 

24. Juli 2021 - Bad Harzburg

Anchorage wird am Samstag im 8. Rennen, dem Buchmacher Albers-Preis-Superhandicap, über 1850 m in Bad Harzburg leider nicht an den Start gehen.

11. Juli 2021 - Hannover

Obwohl Anchorage diesmal gut aus der Startbox abgesprungen war, musste er aufgrund des schnellen Tempos anfangs trotzdem mit dem letzten Platz vorlieb nehmen. Seine Stunde kam jedoch, als es in die Zielgerade ging: Da holte er ordentlich auf, arbeitete sich aus dem Hintertreffen bis in die vorderen Plätze vor und schrammte nur um eine Nasenlänge an Platz vier und damit dem letzten Platzgeld vorbei.

26. Juni 2021 - Magdeburg

Nachdem Anchorage den Start leider etwas verschlafen hat und den Großteil des Rennens hinter dem Feld hinterherlief, hat er auf der Zielgeraden eindeutig bewiesen, das ein echtes Rennpferd in ihm steckt. In einem fulminanten Endspurt ließ er noch einige seiner Mitstreiter hinter sich und kämpfte sich immerhin bis auf Platz fünf vor, womit er sich das letzte Preisgeld sicherte.

16. Mai 2021 - Hannover

Es war eine echte Endlos-Pechsträhne, die Anchorages ersten Jahresstart begleitete. Zuerst brach sich Sean Byrne, der gebuchte Jockey, drei Tage vor dem Rennen den Fuß. Ersatz mußte her. Nach einigem Suchen, den wir brauchten einen Reiter mit hoher Erlaubnis, sonst hätte das Pferd aufgrund der Ausschreibung zuviel Gewicht schleppen müssen. Schließlich fanden wir in Amina Mathony einen adäquaten Ersatz. Allerdings begann der Renntag dann mit einer krassen Nachricht: Amina wurde bei den für die Reiter obligatorischen Corona-Tests positiv getestet und war somit natürlich raus. Wieder standen wir ohne Reiter da - nur ein paar Stunden vor dem Rennen. Vor Ort stand dann Sarah Winkeler zur Verfügung, Azubi bei Janina Reese. 

Die junge Dame absolvierte auf Anchorage gerade mal ihren zweiten Ritt in einem Rennen. Von daher lautete die Anweisung auch nur, gut abzuspringen, das Pferd sauber über den Kurs zu bringen und in der Gerade dann halt mal zu schauen, was geht. Leider strafte Anchorage unsere Aussage, er sei eigentlich ein nettes Pferd, fast sofort Lügen. Er scheint noch eine Weile in der "Flegelphase" bleiben zu wollen und packte auf dem Weg vom Führring zur Bahn ein paar Bockigkeiten aus - mit dem Ergebnis, dass Pferd und Reiterin zu Boden gingen. 

Eigentlich war da schon klar, dass man von diesem Rennen nicht mehr allzuviel erwarten sollte. Anchorage sprang zwar recht manierlich ab und ging anfangs im Mittelfeld mit, allerdings das ganze Rennen über weit außen. So ging es dann auch durch den Schlussbogen und in der Gerade wurde er dann auch nicht mehr angefaßt. Das Ergebnis war der elfte und damit vorletzte Platz. 

 

Glücklicherweise kamen Anchorage und Sarah beim Sturz mit dem Schreck und ein paar blauen Flecken davon. Haken wir diesen Start ab und richten den Blick in die Zukunft. Anchi wird sich hoffentlich in ein paar Tagen von seinen Blessuren erholt haben und wir sehen dann mal, wo wir demnächst antreten können.

2020

13. Dezember 2020 - Dortmund

Ein neunter Platz war die Ausbeute auf dem nassen Sand in Dortmund. So richtig scheint Anchorage der Boden nicht behagt zu haben.

Unser Pferd legt jetzt eine kleine Winterpause ein und macht Urlaub, um für die nächste Saison aufzutanken.

 

Hier der Bericht von Heidi über den Start in Dortmund:

 

Heute war dann Anchorages Versuch auf Sand. Er kam zufrieden und munter in den Führring und sah zwischen seinen vielen Mitstreitern eher leicht aus. Die Figur hat sich etwas Richtung Steher verändert - ich habe ihn ja nun schon länger nicht gesehen.

Der Trainer war aufgrund der Sandbahnarbeit recht optimistisch, obwohl der Boden nass war.
Als Anchorage den Aufgalopp machte, hatte ich so den Eindruck, dass das Pferd nicht begeistert war.
Er kam zu Beginn des Rennens ganz  ordentlich mit , war auf der Zielgeraden im Mittelfeld und als er nochmal angreifen wollte, kamen links und rechts Pferde vorbei, die ihn aber keineswegs behinderten, sondern nur etwas irritierten.

Der Jockey berichtete nachher, dass genau zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht mehr allzuviel im Tank war und er Anchorage deswegen in Ruhe ließ.

Der Trainer und ich waren der Meinung, das ein sechster Platz schon drin gewesen wäre, denn die anderen waren auch müde  -  aber wie auch immer, ein ausgesprochener Sandbahncrack ist Anchorage offensichtlich nicht, denn sonst hätte er sich durchgesetzt.

Er hat sich vorne auf beiden Seiten selber etwas angaloppiert, aber nicht weiter schlimm.

Anchorage hat anschließend gleich den Weg in den Winterurlaub angetreten und ist da auch gut angekommen. Dort soll er nun bis ungefähr Ende Januar bleiben.

Was die Sandbahn angeht - es würde nichts dagegen sprechen, im nächsten Jahr um die gleiche Zeit 2500 Meter zu versuchen, wenn der Sand trockener ist.

18. November 2020 - Dresden

Der fünfte Platz und damit das letzte Platzgeld konnte Anchorage in Dresden für sich sichern. Am Ende schien das hohe Gewicht doch ein wenig zu drücken.

31. Oktober 2020 - Halle

Der Renntag ist abgesagt. 

10. Oktober 2020 - Dortmund

Nur eine Woche nach dem Sieg ging es in Dortmund weiter. Diesmal hatte Anchorage Höchstgewicht zu schleppen. Der Boden war weich und insgesamt noch in gutem Zustand – das Rennen lag noch vor dem großen Regen, der am Nachmittag über der Bahn niederging.

Beim Einrücken in die Startmaschine forderte Anchorage den Starthelfer Geduld ab und veranstaltete ein bißchen Theater. Schließlich stand er aber in seiner Box.

Allerdings war das Rennen für unser Pferd mit dem Öffnen der Boxen praktisch schon vorbei. Wie Adrie de Vries berichtete, bekam unser Pferd direkt aus der Startbox heraus einen kräftigen Rempler ab, der ihn fast von den Beinen brachte. Anchorage brauchte eine Weile, um sich wieder zu sortieren und auf die Beine zu kommen. 

Das Feld war derweil natürlich weit weg und so mußte Anchorage erstmal den Anschluss herstellen. In der Zielgerade war dann hinter einer breitgefächerten Wand von Pferden auch kein Durchkommen. Adrie sagte, zu Beginn der Geraden hätte er "die Hände voll gehabt", es gab aber keine Lücke. Vernünftigerweise setzte Adrie die Hände dann weit vor dem Ziel hin und ließ Anchorage austrudeln. Das war natürlich großes Pech, aber beim nächsten Versuch wird es wieder besser laufen.

Anchorage hat sich nach dem Rennen auch sehr schnell erholt und die Hauptsache ist, dass er sich nicht verletzt hat. Wie heißt das so schön: Aufstehen, Krönchen richten, weitermachen.

4. Oktober 2020 - Ein Sieg in Hannover

Es war ein großes Starterfeld, 15 Pferde erschienen im Führring. Anchorage mußte mit 61,5 kg das zweithöchste Gewicht schleppen und genau diese Tatsache bremste die Erwartungen ein wenig. Auf jeden Fall war der Boden diesmal passend, nicht wie beim letzten Start in Magdeburg. 

 

Anchorage präsentierte sich im Führring sehr gut, nachdem er noch ein ordentliches Stück gewachsen war, hat er sich jetzt gut formiert und sah wirklich prima aus. Die Arbeitsleistungen sollen sehr gut gewesen sein und so kam im Führring Optimismus auf. Wir hofften auf ein gutes Laufen und vielleicht eine Platzierung. Gewettet waren andere Pferde und auch wenn kurz vor dem Start die Quote noch purzelte - als Mitfavorit sah ihn niemand.

 

Der Start klappte hervorragend, Anchorage sprang gut ab und ging wie gewohnt im Vordertreffen mit, kam an dritter/vierter Position in die Gerade und dann schickte Maxim Pecheur das Pferd los. Es dauerte ein paar Meter, bis er richtig ins Rollen kam, aber dann marschierte er in dieser Manier Mitte der Gerade groß auf und kam mit einer halben Länge Abstand als Erster über die Linie.

 

Direkt neben dem Geläuf konnte man zu dieser Zeit sich umarmende Menschen sehen, die ersten Tränchen der Freude flossen und eine ziemlich große Schar versammelte sich auf dem Geläuf, um den Sieger entsprechend in Empfang zu nehmen. Für den Club war es der erste Treffer nach fast zwei Jahren, als Funky Groove im September 2018 in Magdeburg zum Zuge gekommen war.

 

Wir sind jedenfalls überaus glücklich und bleiben erst mal noch eine Weile auf der Glückswolke hocken. Wie es weitergeht und ob Anchorage in diesem Jahr noch einmal antritt, werden wir mit dem Trainer in den nächsten Tagen besprechen.

Fotos folgen in Kürze.

12. September 2020 - Magdeburg

Hier der Bericht von Anchorages Züchterin Heidi über das Rennen in Magdeburg:

 

Vera und ich hatten uns früh auf den Weg gemacht und waren beizeiten auf der Bahn. 

Schon recht bald kamen La Aluna und Anchorage im Doppelhänger wohlbehalten und gut gelaunt

in Magdeburg an und bezogen dort ihre luftigen und recht kühlen Boxen. Der dicke Strohbelag darin

wurde auch gleich angeknabbert.

 

Es war ein gemischter Renntag und Anchorage schaute gebannt auf die Trabrennen und die 

eigenartigen Wagen.

Ich vermute, dass die Bahn extra trocken gehalten wurde, damit die Traber auch auf dem Gras

klarkommen - es war warm, sehr trocken und der Jockey sagte, das die Bahn wie Beton ist.

Nicht jedes Pferd mag dieses Geläuf.

 

Anchorage ist in den letzten sechs Wochen deutlich und sehr gleichmäßig in die Höhe gewachsen, sieht gut aus

präsentierte sich sehr aufgeräumt - wir hatten den Eindruck, dass er sehr gut in Form ist und freuten uns

entsprechend auf das Rennen.

 

Vera und ich hatten uns am Start positioniert und sahen, dass es dort mit dem großen Feld schnell auf

die Reise ging, wenn man die Strecke von 2.050 m bedenkt, die zu laufen waren.

Nur mit viel Mühe konnte der nun schon recht große Anchorage mit und als auf der Zielgeraden die Post

abging, stutzte er erstaunt, aber da wäre er sowieso nicht mitgekommen. 

(Das ursprünglich in Düsseldorf angedachte Rennen habe ich live gesehen – da hätte es aber auch nicht

besser ausgesehen, denn das war ebenfalls sehr schnell.)

 

Ungewohnterweise gab es für uns nichts anzufeuern, denn mit dem Ausgang des Rennens hatte unser

Bursche so gar nichts zu tun – zumindest im Mittelfeld hatten wir ihn erwartet.

Er kam aber fit and well aus dem Rennen, immerhin hat er seine Rennpferdeehre gerettet und noch zwei Pferde 

hinter sich gelassen.

 

Das Phänomen, dass Dreijährige beim ersten Start im Ausgleich ganz am Schluss enden und oft sogar

hinterherlaufen, ist aber keineswegs ungewöhnlich.

Dann fragt man sich natürlich: Woran lag es und was kann verbessert werden?

 

Ich vermute, es sind einige Gründe:

• Die Distanz ging gerade noch so, zum Glück war die Zielgerade kurz.

• Der Handicapper hat möglicherweise das letzte Magdeburger Rennen vom 31. Juli zu hoch eingeschätzt.

  Mehrere der dort gut gelaufenen Pferde kamen anschließend in den Ausgleichen gar nicht zurecht und

  ich denke, das wird korrigiert.

 

Hoffentlich bekommt Anchorage einen Nachlass, der nicht gar so mickrig ist.

 

Nun wird das Rennangebot erfreulicherweise wieder größer und vielleicht können wir das Pferd

in Sieglosenrennen zwischen 1.600 und 1.800 platzieren – das würde ich jetzt nach meinen Erkenntnissen

so versuchen. Eine kurze Zielgerade halte ich weiterhin für günstig.

 

Ich freue mich schon auf das nächste Rennen von Anchorage.

31. Juli 2020 – Magdeburg

Der dritte Start von Anchorage endete mit einem fünften Platz, für den es noch 300 Euro Preisgeld gab. Wahrscheinlicht hat unserem Pferd der trockene Boden auch nicht sonderlich behagt. Trotzdem hat sich Anchorage keineswegs blamiert. Wir warten jetzt die GA-Marke ab und schauen dann, wo und wann er wieder starten kann.

28. Juni 2020 – Hannover

Seinen zweiten Start absolvierte Anchorage ebenfalls auf der Heimatbahn, wieder unter Renato Souza. Diesmal ging es über eine Distanz von 1.900 m. Anchorage sprang wieder sehr gut ab und war während des Rennens immer im Vordertreffen zu finden. Auf der Zielgerade agierte er diesmal auch schon deutlich fokussierter und zog gut durch. Am Ende war ihm in diesem sehr schnell gelaufenen Rennen der Weg wohl einen Tick zu weit, auch war dieses Feld augenscheinlich von besserer Qualität. Unser Pferd konnte auf jeden Fall mit deutlichen Fortschritten aufwarten und hat sich in den letzten Wochen sehr gut entwickelt. Er befindet sich auf einem guten Weg. Der nächste Start wird in der Distanz wohl eher wieder über 1.600 m führen.

7. Juni 2020 - Hannover

Den ersten Start absolvierte Anchorage auf der Heimatbahn. Über 1.600 m war er mit seinem Reiter Renato Souza immer im Vordertreffen zu finden und wurde am Ende Sechster. Dieses Debüt hat uns sehr gefallen und wir sind gespannt, wie sich Anchorage das nächste Mal schlagen wird.

2019

27. Oktober 2019 - Hannover

Anfängliche Freude ob des diesmal gelungenen Startes verwandelte sich leider schon in der Gegengeraden in Enttäuschung, als Bulli ziemlich abrupt geschlagen war und nach hinten durchgereicht wurde. Er kam leider nicht ganz heil aus dem Rennen und so ist es schwer, einzuschätzen, was vielleicht möglich gewesen wäre. Da für den Hengst ja jetzt wieder eine Pause anstünde, werden sich unsere Wege wohl demnächst trennen, Bahamian Bullet geht zurück an seinen Besitzer und sicher erstmal ins Gestüt.

Unsere anfänglichen Hoffnungen haben sich nicht erfüllt, auch wenn man sagen muss, dass der Hengst nach wie vor noch Zeit zur endgültigen Reife braucht. Ob er Rennpferd bleibt oder einen anderen Job findet - wir wünschen Bahamian Bullet jedenfalls alles erdenklich Gute.

22. September 2019 – Köln 

1.850 m war diesmal die Distanz, um auszupobieren, ob er eventuell längere Wege braucht, um ins Rollen zu kommen. Die Antwort lautet wohl eher nein. Auf dem achten Platz hatte Bulli mit dem Ausgangs des Rennens nichts zu tun, das wurde Längen vor ihm entschieden. Festzustellen war jedoch, dass er diesmal im Führring gelassener blieb. Mit zunehmender Erfahrung wird er sich auch besser präsentieren können, er ist halt noch ein großes Baby. Nach drei Starts haben wir jetzt auch eine (sicher erfreulich niedrige) GAG-Marke und können im Ausgleich antreten. DIe Auswahl an Distanzen wird da doch breiter. Auch war der Boden in Köln sehr ungleichmäßig und tendierte insgesamt eher zu trocken. Mit dem Herbst wird sich das ja bald mal ändern, so dass der Hengst mal elastischen Boden unter die Hufe bekommt. In zwei oder drei Wochen geht es weiter.

7. September 2019 – Magdeburg

Über 1.550 m startete Bulli seinen zweiten Versuch. Auf leider sehr trockener und fester Bahn kam er nach einem wirklich alles andere als optimalem Rennverlauf auf dem neunten Rang ins Ziel. Zuerst sprang ihm beim Start gleich ein anderes Pferd direkt vor die Füße, so dass Bulli die Box schon mit Rückstand verließ. Vorn ging gleich die Post ab und der Hengst konnte nie so richtig Anschluss herstellen. Entscheidend ins Rennen kam er so nicht. Der nötige Funke Ehrgeiz kam so - am Ende allein auf weiter Flur mit Längen Rückstand zum Feld und vor den letzten beiden - natürlich nicht zustande. Bulli weiß noch nicht so richtig, worum es bei der ganzen Sache eigentlich geht. Aber es war erst sein zweiter Start, dazu nach einer längeren Pause. Wir sind sicher, dass die nächsten Vorstellungen besser werden.

Nach einer kleinen unfreiwilligen Pause geht es Ende August hoffentlich weiter. Da wir ja jetzt ein geschontes Pferd haben, dürfen wir uns hoffentlich auf einen schönen Herbst freuen, wenn der Bursche seinen bevorzugten weicheren Boden und endlich mal seine Idealdistanz antrifft.

10. Juni 2019 – Hannover

Bahamian Bullets Debüt lieferte nicht unerwartet noch keine zählbare Ausbeute. Nachdem er sich am Start versäumte und deutlich hinter den anderen Pferden absprang, konnte er zwar schnell den Anschluss herstellen, kam aber von der hinteren Position nicht weg.

Er ging als Siebter und damit Letzter im Feld über die Ziellinie. Alles in allem war das trotzdem kein schlechtes Debüt. Bulli hat sich beim ersten Mal nicht schlecht angestellt, blieb gelassen und ließ sich gut lenken. Wenn er beim nächsten Versuch - auf kürzerer Distanz, weil die Meile vielleicht schon einen Tick zu weit war - dann auch im Feld mitläuft, wird ihn auch noch der nötige Funke Ehrgeiz kitzeln.